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04.04.2012

Glascontainerstandorte - Zentrale Lage bevorzugt

Die Einführung des Zwangspfands auf Einweg-Getränkeverpackungen und der industrieelle Umstieg auf leichtere Verpackungen, wie PET-Kunststoffflaschen oder dünnwandige Flaschen bzw. Konservengläser, führte in den letzten Jahren zu einem erheblichen Rückgang der Altglasmengen. Zahlreiche Glascontainer wurden daher kaum noch genutzt. Das wiederum hatte die Aufgabe überflüssiger Glascontainer-Standorte zur Folge.

Ein weiterer Grund für den Abbau dezentraler Glascontainer-Standorte ist das stetig steigende Müllaufkommen insbesondere an entlegenen Standplätzen. Bevor die Mitarbeiter mit der Abbauaktion begonnen haben, mußten sie regelmäßig beachtliche Müllmengen an den Containerplätzen entsorgen. BWS-Geschäftsführer Burkhard Rösner spricht in diesem Zusammenhang von einer 21-prozentigen Müllmengensteigerung in den ersten 6 Monaten des Jahres 2006. Kaum zu glauben aber wahr: Es gibt Bürger die zwar das Altglas in die Container sortieren. Korken und Deckel werden hingegen abgeschraubt und neben die Behälter geworfen, anstatt sie mit einzuwerfen. "Außerdem finden die BWS-Mitarbeiter immer wieder achtlos zurück gelassene Kartons und Plastiktüten, in denen das Altglas bis zum Container transportiert wurde", berichtet Rösner. Ein weiteres Problem für das Reinigungspersonal sind oft riesige Müllberge neben den Containern. Vieles, was nicht in die Mülltonnen passt oder zusätzliche Entsorgungskosten verursachen könnte, wird an abgelegenen Standorten abgeladen.

Hingegen ist an gut einsehbaren zentralen Standorten das Risiko zu hoch, bei der illegalen Müllentsorgung erwischt zu werden. "Deshalb favorisieren wir zentrale Plätze", kommentiert Burkhard Rösner die Situation. Laut Rösner lässt sich heute ohnehin ausschließlich an zentralen Plätzen, also in Orts- oder Stadtkernen ein ausreichendes Sammelergebnis erzielen. Der Geschäftsführer der BWS nennt die besten Standplätze: Man findet sie in der Nähe von Geschäften, Praxen und Behörden. Die meisten Bürger bevorzugen kurze Wege. Sie verbinden den Gang zum Altglascontainer mit ihren Terminen oder Einkäufen.